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Gospelreise um die Welt
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Johannisbitte 2016
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24. April 2016
Abschied vom Pastorin Susanne Dautel


Abschiedsgottesdienst am 24. April 2016 um 15.00 Uhr in der St. Johanniskirche, Brabeckstraße 128

Liebe Bemeroderinnen, liebe Bemeroder,

im Mai vor 8 Jahren habe ich mich in der St. Johannisgemeinde vorgestellt und meinen ersten Gottesdienst hier gefeiert. Nun werde ich im Mai diesen Jahres in die Krankenhausseelsorge im Annastift wechseln und damit Bemerode verlassen. Ich bin gerne Pastorin in Bemerode gewesen und fühle mich sehr vielen Menschen hier verbunden. Ich habe mich hier zuhause gefühlt und es macht mich auch traurig, von diesem Stadtteil und seinen Menschen Abschied zu nehmen. Und trotzdem gibt es auch den Wunsch, noch einmal eine neue Aufgabe anzunehmen. Und so habe ich mich, nach der Fortbildung in der Krankenhausseelsorge, nun für diese neue Herausforderung und die damit verbundene Veränderung entschieden. 

Wenn ich an die vergangenen Jahre zurückdenke, fällt mir vieles ein, wofür ich dankbar bin. Vor allem bin ich dankbar für so gute Erfahrungen von Zusammenarbeit in der Gemeinde, sei es mit den anderen hauptamtlichen Mitarbeitern, sei es mit Ehrenamtlichen: Ich denke an besondere Veranstaltungen und Feste, an Gottesdienste und an die ganz alltägliche Arbeit in einer so großen Gemeinde. Das alles gelingt ja nur, weil zahlreiche Menschen sich mit ihrer Zeit, mit ihren Ideen und mit Freude einsetzen, weil sich Begabungen und Fähigkeiten ergänzen und Menschen ihren Glauben und ihre Tatkraft nicht für sich behalten, sondern mit anderen teilen. Ich habe mich immer gefreut, wenn dabei deutlich wurde, dass die Kirchengemeinde gut ist für diesen Stadtteil. Zuletzt war und ist es erkennbar in der Initiative für die Flüchtlingswohnheime, für die sich so viel Engagement auch in St. Johannis findet.

Wenn ich an die vergangenen Jahre zurückdenke, fallen mir Begegnungen ein mit Menschen, die ich ein Stück ihres Weges begleiten konnte: nach der Geburt ihres Kindes zur Taufe etwa. An euch Konfirmandinnen und Konfirmanden und an eure Eltern denke ich, und dass es immer etwas Besonderes für mich war, euch nach fast zwei Jahren Unterricht feierlich in einem Gottesdienst einzusegnen. Ich denke daran, dass ich oft dabei sein konnte, wenn es Schönes zu feiern gab und genauso denke ich an traurige Momente des Abschieds, in denen Angehörige  nach Trost und Hoffnung im Glauben gesucht haben. Ich fand es immer wieder wertvoll zu erfahren, dass man in den hohen und tiefen Lebenserfahrungen von Menschen als Pastorin „mit auf dem Weg ist“, im Vertrauen darauf, dass Gott in allen Lebenserfahrungen an unserer Seite ist.

Auch für mich und unsere Familie waren es bewegte Jahre. Zu viert sind wir 2008 auf den Kronsberg gezogen, der Tod unserer Tochter Rebecca hat uns sehr erschüttert und in der darauffolgenden Zeit haben wir viel Mitgefühl und Verständnis in der Gemeinde gefunden. Auch dafür bin ich dankbar. 

Ich habe meine Arbeit hier gern getan und wenn dabei manchmal etwas offen geblieben ist, Sie sich über mich geärgert haben oder enttäuscht waren, so tut mir das leid. Ich weiß, dass alles, was man macht, auch anfällig ist für die eigene Fehlerhaftigkeit!

Und nun, so scheint es mir, hat der Prediger Salomo im Alten Testament Recht, wenn er schreibt, alles habe seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel habe seine Stunde. Manchmal hat man das Gefühl, nun sei etwas Anderes und Neues an der Zeit und so geht es mir. Ich werde mit ganz viel Dankbarkeit und Verbundenheit an die Johannisgemeinde denken. Ich werde ihr verbunden bleiben, auch wenn ich nun woanders wohnen und arbeiten werde. Ich wünsche dieser Gemeinde Gottes Segen, ohne den unser Tun umsonst wäre.

Herzliche Grüße

Susanne Dautel