24. Juni 2017
Veranstaltungsreihe zum 150. Jubiläum der Bemeroder St. Johannis-Kapelle
mehr »
25. Mai 2017
Himmelfahrt in der Weidenkirche
mehr »
23. April 2017
Musik - Stille - Wort - Licht
mehr »
13. April 2017
Alle Gottesdienste in der Passionszeit und an den Ostertagen
mehr »
02. April 2017
Matthäus-Passion von Johann Georg Kühnhausen
mehr »
18. Februar 2017
Orient meets Okzident
mehr »
31. Dezember 2016
Jahreslosung 2017
mehr »
17. Dezember 2016
Gospelreise um die Welt
mehr »
26. November 2016
Johannisbitte 2016
mehr »
16. November 2016
20. Laienkanzel zum Buß- und Bettag
mehr »

ältere »
31. Dezember 2015
Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.


Jahreslosung 2016

Gottes Treue hält bis ans Ende

Der kleine Tim richtet sich am Tischbein auf. Seine kleinen Beinchen stemmen seinen Körper in die Höhe. Wackelig geht er ein, zwei, drei Schritte – und fällt hin. Tim schreit aus Leibeskräften vor Schmerz und Frust. Schon ist die Mutter da, nimmt ihren Kleinen auf den Arm, tröstet durch Worte und durch Nähe, wischt seine Tränchen von den Wangen.

Trost brauchen nicht nur kleine Kinder. Wohl dem, der Trost findet, wenn er traurig ist: Um das Jahr 550 vor Christus steckte das Volk der Juden in einer tiefen Depression. Sie hatten den Krieg gegen die Babylonier verloren. Jerusalem und der Tempel waren zerstört. Ein Großteil der jüdischen Bevölkerung war nach Babylon verschleppt worden. In diese niedergeschlagene Stimmung hinein spricht plötzlich Gott durch seinen Propheten: „Tröstet, tröstet mein Volk!“ (Jesaja 40,1).

Mit seiner mütterlichen Seite nimmt sich Gott erneut seines Volkes an: „Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln und im Bausch seines Gewandes tragen und die Mutterschafe führen“ (Jesaja 40,11).

Die mütterliche Treue Gottes spannt sich wie ein Regenbogen von der alttestamentlichen Trostbotschaft bis hin an das Ende aller Tage, wenn es heißt: „Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen und wird abwischen alle Tränen von ihren Augen“ (Offenbarung 21,3–4). Unter diesem Regenbogen dürfen wir leben.

Reinhard Ellsel