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22. Oktober 2007
Bilderzyklus „Apokalypse“ von Jacques Gassmann


Ausstellung und Predigtreihe in St. Johannis und im Kirchenzentrum Kronsberg zuende


Wenn das Kirchenjahr zu Ende geht, meinen wir, es deutlicher als sonst zu spüren: das Ende des Lebens, der Geschichte, der Welt. Vom Ende der Geschichte spricht auch die Bibel, besonders in der Offenbarung des Johannes, der sog. Apokalypse. Aber was werden die „Letzten Dinge“ sein? Steht am Ende die Katastrophe, das Inferno, das „Jüngste Gericht“? Kündigt es sich in der Gewalt, in der Vernichtung, die wir in der menschlichen Geschichte erleben, bereits an? Steht am Ende der Schrecken, das Nichts? Oder gibt es eine „Rettung“, einen „Neubeginn“ - und wenn ja, wie werden sie „aussehen“? Diesen Fragen wurde in den Gottesdiensten und Predigten in der St. Johanniskirche und teilweise im Ev. Kirchenzentrum Kronsberg zu Texten aus der Johannes-Offenbarung nachgegangen (näheres dazu siehe Kalender).


Parallel zu dieser Predigtreihe wurde in der St. Johanniskirche und im Ev. Kirchenzentrum Kronsberg - mit einem informativen und künstlerischen Beiprogramm - der Bilderzyklus „Apokalypse“ von Jacques Gassmann ausgestellt. Das war für unsere Kirchengemeinde ein bedeutendes, herausragendes Ereignis. Denn Jacques Gassmanns Bilder zur Johannes-Offenbarung waren Anfang der 90er Jahre bereits in der hannoverschen Marktkirche und dann in zahlreichen europäischen Städten zu sehen; sie haben in der Kunstwelt eine große Beachtung und hohe Anerkennung erfahren. Der Künstler hat die 32 großformatigen Bilder im Auftrag der Hanns-Lilje-Stiftung und in enger Fühlungnahme mit dem damaligen Landesbischof Prof. Dr. Eduard Lohse angefertigt (siehe dazu auch www.kirche-und-kunst.de).


Der 1963 geborene Maler und Musiker Jacques Gassmann, Sohn eines Theologieprofessors und früheren Präsidenten des Luth. Kirchenamtes, ist Hannover und seinem Umfeld persönlich immer noch verbunden, aber inzwischen international tätig und bekannt. Er gehört zu den renommiertesten Künstlern Europas. Seine Bilder zur Johannes-Offenbarung sind keine bloßen Illustrationen biblischer Texte, sondern stellen, erwachsen aus dem Studium der Bibel und dem Nachdenken über persönliche und historischer Erfahrungen, eine eigenständige Interpretation der „Letzten Dinge“ von tiefer Eindringlichkeit, doch jenseits platter Abbildung dar. Nur so lässt sich ja „zeigen“, was sich dem „Gezeigtwerden“ entzieht! Nur so kann man sich den gewaltigen Visionen des Johannes, die unsere Kultur in Malerei, Bildhauerei und Architektur geprägt haben, annähern!


Jacques Gassmanns „Apokalypse“-Zyklus wird den großen alten Kunstwerken, z. B. eines Albrecht Dürer, zum selben Thema gleichwertig an die Seite gestellt. Darüber wird ein Katalog mit Beiträgen namhafter Fachleute Auskunft geben. Bei der Vernissage wirkte auch Stadtsuperintendent i. R. Hans-Werner Dannowski mit. Wir danken der Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken für die großzügige finanzielle Förderung, zu der auch das Fachgebiet "Kunst und Kultur" im Haus Kirchlicher Dienste beigetragen hat. Einen besonderen Anteil am Zustandekommen dieses Projekts hat unser Gemeindeglied Martina Machulla-Notthoff.


Für den Kulturausschus St. Johannis:

Hans Joachim Schliep